Wie die Polizei erst gestern mitteilte, wurde die Passionskirche am Marheinekeplatz bereits in der Nacht zu Dienstag mit antisemitischen Parolen verunziert. Ein Mitarbeiter des evangelischen Gotteshauses hatte gegen 6.45 Uhr die Polizei gerufen, nachdem er die mit roter Farbe angebrachte Schmiererei am Seiteneingang entdeckt hatte. Die alarmierten Beamten entdeckten dann noch ein an eine Kirchenwand geschmiertes Hakenkreuz.
Der Polizeiliche Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen. Erst am vergangenen Sonntagmorgen hatte eine Polizeistreife am U-Bahnhof Hellersdorf rechtsextremistische Schmierereien im Eingangsbereich entdeckt. Unbekannte hatten mit schwarzer Farbe Hakenkreuze an den Wänden des Gebäudes sowie auf Abfallbehältern angebracht. Zudem wiesen zwei Schaukästen rechtsextremistische Parolen auf.
Einen politischen Hintergrund verbindet die Polizei mit einer Sachbeschädigung in Neukölln, die in der Nacht zu gestern entdeckt wurde. Das Jobcenter an der Mainzer Straße war Ziel einer Farbbeutelattacke geworden. Unbekannte Täter hatten rote und grüne Farbe gegen das Gebäude geschleudert. Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatte die Sachbeschädigung gegen 2.30 Uhr bemerkt.