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WETTER
Berlin besteht erste Schneeprüfung
Foto: ddp
Am Mittwochmorgen hat es im gesamten Stadtgebiet Berlins geschneit. Allerdings waren die Bezirke ganz unterschiedlich betroffen. Während zum Beispiel in Tempelhof die weiße Pracht sofort wieder verschwand, wurden in anderen Stadtteilen zwei bis drei Zentimeter Schnee gemessen.

Zum Rodeln reichte der erste Schnee dieses Winters in Berlin noch nicht. Auf den grauen Gehwegplatten verwandelte sich das Weiß in Wasser, kaum dass die Flocken gelandet waren. Nur in Charlottenburg und Wilmersdorf blieb kurzzeitig eine zwei bis drei Zentimeter dicke Schneedecke liegen. Laut Polizei blieben auch witterungsbedingte Unfälle weitgehend aus. Die Autofahrer haben offenbar rechtzeitig und angemessen auf den Wetterwechsel reagiert, sagte ein Polizeisprecher.

Helene Thomson und Irina Hark hingegen mussten einfach etwas gegen die eisige Kälte tun. Denn sie bringen am Potsdamer Platz im Freien Tickets für Stadtrundfahrten an den Mann und die Frau. „Wir stehen den halben Tag draußen“, erklärt Helene Thomson, warum sich die beiden Frauen schon am frühen Nachmittag für einen Glühwein entschieden haben. „Eigentlich machen wir das nicht“, versichert Irina Harke, aber der Glühwein sei ohne Schuss gewesen.

Andernorts wärmte man sich mit Bewegung auf. Im Tiergarten beispielsweise, der mit einer millimeterdünnen Schneedecke überzogen war. Dort drehten Karin Sonnenberg und Elke Schwalbach ihre Runden. Eingepackt in dicke Daunenjacken und mit Nordic-Walking-Stöcken in den Händen passten sie so richtig in den winterlich anmutenden Park. Bis zu zwei Stunden seien sie schnellen Schrittes unterwegs, erzählten sie, jeden Mittwoch. „Besonders schön ist es natürlich heute beim ersten Schnee“, sagte Karin Sonnenberg.

Weniger erfreut über die plötzliche weiße Pracht waren die Manager des Flughafens Tegel. Eine halbe Stunde lang, von 10.15 bis 10.45 Uhr, mussten die Start- und Landebahnen komplett geschlossen werden. „Unser Problem war allerdings nichts der Schnee, sondern das Eis darunter“, sagte Flughafen-Sprecher Leif Erichsen. Der Airport war am Vormittag – wie Gebiete in Charlottenburg, Wedding und Moabit auch – vom gefürchteten „Blitzeis“, also von plötzlich gefrierender Nässe betroffen. In Sekundenschnelle hatten sich am Vormittag Straßen, Gehwege und auch Landebahnen in Eispisten verwandelt. 20 Abflüge und 15 Landungen erfolgten in Tegel dadurch mit teils erheblicher Verspätung. Ein Swiss-Flug nach Zürich fiel ganz aus.

Ohne größere Probleme meisterten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den Start in den Winter. „Es gab nichts Dramatisches. Die Glätte auf einigen Straßen sorgte in den Morgenstunden aber auf einigen Buslinien für Verspätungen“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Besonders betroffen war die Linie 109 (Flughafen Tegel–Bahnhof Zoologischer Garten). Durch das „Blitzeis“ war eine Zufahrt zum Flughafen zeitweilig kaum befahrbar, und es musste gestreut werden.

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